Die Sopranistin Miriam Meyer wurde in Osterode am Harz geboren. Nach dem Abitur begann sie zunächst ein Medizinstudium in Hannover, wenig später parallel dazu ein Gesangstudium an der dortigen Hochschule für Musik und Theater bei W. Reimer. 1997 wechselte sie an die Musikhochschule Lübeck zu Ulf Bästlein, wo sie im Frühjahr 2002 ihr Diplom mit Auszeichnung ablegte.

Wichtige Impulse ihrer Ausbildung erhielt sie zusätzlich durch die Teilnahme an verschiedenen Meisterkursen z.B. bei Renata Scotto, Irwin Gage, Charles Spencer, Kai Wessel und Esther de Bros.

Die Sopranistin war in Rundfunk und Fernsehen zu hören, eine rege Konzerttätigkeit mit zahlreichen Liederabenden und Oratorien-Aufführungen führten sie durch die gesamte Bundesrepublik und in das europäische Ausland. So war sie unter anderem im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals und der Internationalen Musikfestwochen Luzern zu hören. Im Rahmen der Händelfestspiele Halle 2003 sang Miriam Meyer mit großem Erfolg das Sopran-Solo im MESSIAH in einer Aufführung des Choeur des Musiciens du Louvre und der Lautten Compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner. Ebenfalls bei den Händelfestspielen Halle übernahm sie die Partie der Clizia in der Händel-Oper TESEO in der Regie von Axel Köhler. Gastspiele der Produktion waren bisher u.a. beim Bayreuther Barock, in Schwetzingen, Winterthur und Potsdam Sanssouci zu sehen. Diese Produktion wurde 2005 auf DVD veröffentlicht.
Im Juli 2003 wirkte Miriam Meyer unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann in einer Aufführung von Vivaldi-Werken bei den Festtagen Alter Musik im Erzgebirge mit. Das Konzert wurde von MDR Kultur aufgezeichnet. Weitere Konzerte mit dem Dresdner Kammerchor erfolgten 2003/04 unter anderem in der Alten Oper Frankfurt und bei den Dresdner Musikfestspielen mit Kantaten von J.S. Bach und Händel. Mit dem Chor des Norddeutschen Rundfunks unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann wirkte Miriam Meyer als Solistin in einer Reihe von Konzerten mit Werken von Telemann mit. Im Rahmen der Herrenchiemsee-Festspiele 2004 gab sie ihr Rollendebut als Susanna in DIE HOCHZEIT DES FIGARO unter Enoch zu Guttenberg, mit dem sie außerdem 2005 für die ARD eine Fernsehproduktion mit Haydns JAHRESZEITEN aufgenommen hat.

2000-2002 war Miriam Meyer festes Ensemblemitglied am Stadttheater Hildesheim, wo sie die Zerlina in Mozarts DON GIOVANNI, Anne in Grigori Frids Monooper DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK, Marzelline in FIDELIO und Christel im VOGELHÄNDLER sang.

2002-2008 war Miriam Meyer Solistin an der Komischen Oper Berlin. Ihre Partien waren hier u. a. Adele in DIE FLEDERMAUS, Susanna in DIE HOCHZEIT DES FIGARO, Musette in LA BOHÈME, Ännchen im FREISCHÜTZ, Mi in LAND DES LÄCHELNS, Marzelline in FIDELIO, Stasi in DIE CSÁRDÀSFÜRSTIN und Valencienne in DIE LUSTIGE WITWE. Gastspiele der Komischen Oper Berlin haben die junge Sopranistin 2004 nach Hongkong geführt.

Nach der Geburt ihres Sohnes Ende 2006 begann die Sopranistin eine intensive Zusammenarbeit mit Ton Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra, die verschiedene Konzerte bei namhaften europäischen Barockfestivals, Rundfunkaufzeichnungen und CD-Aufnahmen (Buxtehude-Gesamteinspielung) umfaßt.

Bei einer CD-Produktion von Händels JEPHTA für den Carus-Verlag im Jahr 2008 übernahm Miriam Meyer die Partie der Iphis.

 

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